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Montagskolumne Brettlegen
Es ist der VIP-Raum während der Hallen EM der Damen in Duisburg. Die Stimmung ist gut und bierselig. Und aus einer Laune heraus verkündet DHB-Ehrenpräsident Michael Krause ?Das Brettlegen muss abgeschafft werden!?.
Nach dem die letzte Diskussion darüber vor einem Jahr im Sande verlaufen ist, fährt Krause jetzt größere Geschütze auf. Immerhin will sich FIH-Präsident Leandro Negre seine Argumente gerne anhören. Dagegen wäre erst einmal nichts einzuwenden. Aber es bleiben einige kritische Hinterfragungen. Ich bin derzeit weder ein Befürworter noch ein Gegner des Brettlegens. Nur die Art und Weise wie der Olympiasieger von 1972 dieses durchdrücken will, ist ein absolutes ?No Go?! Ohne sich ein breites Bild gerade von der von ihm beschworenen Hockeyfamilie zu machen, wagt er den Vorstoß auf die internationale Ebene. Aber warum nicht einfach mal andersrum? ERST eine breite Diskussion in Deutschland und erst DANN Vitamin B auf der höheren Ebene einsetzen, falls dann noch notwendig. Denn dafür ist Michael Krause ein guter Mann. Immerhin haben wir ihm das weltweite Abschaffen der Abseitsregel zu verdanken. Das war ein Riesenschritt nach vorn. Aber damals spielte Krause auch noch selbst gelegentlich Hockey und sah diverse Spiele. Heute ist Michael Krause ab und zu mal bei den Regionalligaspielen seines Sohnes Markus und ab und zu mal bei einigen wenigen Events. Ein regelmäßiger Betrachter des Hallenhockeys ist er aber auf keinen Fall. Von intensiven Beratungen mit Hallenprofis wie Trainern oder Spielern ist nichts bekannt. Sportlich finden wir ihn nicht etwa in der deutschen Ü60-Nationalmannschaft, sondern eher auf dem Golfplatz. Da zumindest gibt es keine Brettleger, die einen am Einlochen hindern.
